„Spyware“ in iPhone Apps


Sicher ist es schon seit längerem bekannt, dass einige iPhone-Apps eure Daten sammeln und weiterverarbeiten. Dazu bauen die Anwendungsentwickler immer häufiger den Analysecode von Pinch Media in ihre Apps ein.


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Sicher ist es schon seit längerem bekannt, dass einige iPhone- / iPad-Apps eure Daten sammeln und weiterverarbeiten. Dazu bauen die Anwendungsentwickler immer häufiger den Analysecode von Pinch Media in ihre Apps ein.

Wird eine App mit diesem Code nun gestartet, werden folgende Daten von euch an Pinch Media übermittelt:

  • Name der App und Versionsnummer
  • Gerätemodell, auf dem die App gestartet wurde
  • Version des iOS
  • Die individuelle Kennnummer (UDID) eures Gerätes
  • Startzeit der App
  • Endzeit der App
  • Info über Jailbreak
  • Ergebnis eines Piracy Checks
  • Bei Apps, die das GPS nutzen, eure Position zur Laufzeit der App
  • Sollte Facebook Connect aktiviert sein, auch noch euer Alter und Geschlecht

Das sind schon eine ganze Menge an Daten, die da an Dritte übertragen werden. Wem das zuviel ist und nicht möchte, dass seine Daten weitergegeben werden, hat leider nur die Möglichkeit, Apps mit dem Analysecode von Pinch Media zu meiden. Doch wie findet man heraus, ob eine App mit diesem Code ausgestattet wurde? Denn oftmals wird in der Beschreibung der App nicht darauf hingewiesen und eine EULA (End User License Agreement – Endbenutzer-Lizenzvereinbarung) existiert oftmals gar nicht oder ist nur über Umwege auffindbar.

Es gibt nun aber folgende Möglichkeiten,  Apps mit Pinch Media Code zu identifizieren:

Für Windowsnutzer:
Für Windowsnutzer gibt es bereits einen sogenannten IPA-Scanner den ihr hier herunterladen könnt. (Achtung: Ungetestet, wir übernehmen keine Haftung für Schäden an eurem System!) (Quelle:

Für Macnutzer:
Der Macnutzer hat es da ein wenig unkomfortabler. Beim Mac kann man die Suche über das Terminal aufrufen. Dazu kann folgendes Skript verwendet werden. (Quelle: MacUser.de):

Es kann sein, dass ihr den Pfad zu eurem iTunes (1. Zeile des Skriptes) anpassen müsst.

Diese Methoden der Erkennung haben natürlich einen klaren Nachteil: Die App muss dazu bereits von euch heruntergeladen worden sein.

Wir arbeiten bereits an einer Liste mit Apps, die den Pinch Media Code aufweisen. Dann habt ihr in Zukunft hier die Möglichkeit euch schon vor einem Download zu informieren. Wir geben natürlich keine Garantie auf eine lückenlose Liste.

Abschließend bleibt noch die Frage, wie schlimm das Thema wirklich ist!? Was haltet ihr davon, dass die o. g. Daten von euch weitergegeben werden? Wäre das ein Grund für euch Apps mit diesem Analyse-Code nicht mehr zu nutzen oder ist es euch vielleicht auch egal?

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